Von Herzen wünsche ich dir ein richtig schönes und vor allem gesundes Neues Jahr.

Zwischen den Feiertagen ist sicher für alle von uns die Zeit für einen Rückblick und die Planungen und Vorsätze für das neue Jahr. Das geht auch mir so, die Weihnachtskilos sollen runter, ich möchte die tierischen Produkte weiter reduzieren und nehme mir jedes Jahr vor, etwas weniger als im Vorjahr zu arbeiten. Die ersten beiden Punkte klappen meist gut, inzwischen essen wir wesentlich weniger Fleisch als noch vor Jahren. Dem Ziel, irgendwann auf einen 8-Stunden-Tag zu kommen, nähere ich mich nur in Minischritten. Selber schuld, dieser Blog hätte nicht sein müssen. Da es das Format nicht gab, hättet ihr es ja auch nicht vermisst 😉 Aber es war mir schon länger ein Herzenswunsch meine Erfahrungen weiterzugeben und euch zu zeigen, dass es gar nicht so kompliziert ist, für sich selber zu nähen. Ein Herzenswunsch ist ja eigentlich auch keine Arbeit, oder… lach… deshalb heute ein kurzer Rückblick und eine kleine ungewisse Vorschau auf 2019.

2018 – alles wurde anders als geplant

Geplant war ein kleiner, persönlicher Blog mit unkomplizierten Nähtipps zu großen Größen, ehrlichen Erfahrungen, zum Mutmachen für sich selber zu nähen. Genau so einen Blog hätte ich mir schon vor Jahren gewünscht. Mich haben die herrlichen Katalogfotos (meist höchstens in Gr. 42) richtig aufgeregt, denn fast alles, was ich mir in den letzten Jahren genäht habe, passte besser als Kaufmode. Meine Kurven sind eben speziell. ABER zu einem Blog gehören auch Fotos und es gab noch nicht einmal private von mir. Wenn, dann in Gruppen und ganz hinten. So musste ich meinen ganzen Mut zusammennehmen und mein Mann fotografieren lernen. Es war für uns beide ein Riesenschritt, klappt aber inzwischen relativ unbefangen. Da haben mir eure lieben Kommentare sehr geholfen!

Dieser Blog entwickelte sich schneller, als ich gedacht hatte. Viel konnte ich euch zeigen, manchmal waren es die einfachen Kniffe, für Näherfahrene gab es aber auch kompliziertere Projekte, wie z.B. die Parkas.

Es wurde schnell klar, dass die meisten von euch sehr selten für sich selber nähen, sich nicht trauen oder an persönlichen Anpassungen scheitern. Unendlich viele Mails habe ich beantwortet, konnte oft weiterhelfen, habe aber auch eure ganze Unsicherheit gespürt. So haben wir lange gegrübelt, wie ich euch helfen kann, diese Hürden zu überwinden. Am besten lernen wir etwas neues direkt an einem Beispiel. So ist das Blusenshirt als gesamtes Schnittmusterkonzept entstanden. Ein einfaches, leger sitzendes Schnittmuster, an dem die ersten grundlegenden Anpassungen geübt und gelernt werden können. Es ist kein Festkleid, welches auf den Millimeter sitzen muss, es soll fröhlich luftig die Kurven umspielen. Außerdem sollte es schon auf mehr Kurven gradiert sein. Das Blusenshirt entstand mit vielen Videos, extra Workbooks und dem Plan, euch beim Nähen und Anpassen zu begleiten. Aber je näher der Erscheinungszeitpunkt rückte, desto unsicherer wurde ich, ob ihr dieses völlig neue Konzept verstehen würdet – für mich war es eine Zitterpartie.

Ja, ihr habt meine Gedanken verstanden und viele von euch sehen sich bei der nächsten Hitzewelle in herrlich luftigen und bequemen, leichten Sommerblusen.

2019 – noch etwas ungewiss

In diesem Monat beginnt die Nähgruppe zum Blusenshirt. Inzwischen sind es viel, viel mehr Teilnehmerinnen geworden, als ich mir je vorgestellt habe. Zum Glück haben einige das Blusenshirt schon mit Erfolg genäht und können ihre Erfahrungen und Tipps in der Gruppe ebenfalls weitergeben und mich so unterstützen. Ich bin schon super gespannt und freue mich sehr auf die gemeinsame Zeit in der geschützten Blusenshirt-Gruppe.

Selbstverständlich wird es weiter Blogartikel geben. Eine bunte, ehrliche Mischung, aus der jeder für sich wählen kann, was ihn interessiert. Es werden neue Schnittmuster erscheinen, zu denen ich schreibe, es wird „Schrankleichen“ geben, welche wir zusammen wiederbeleben, ich zeige Techniken und teile mit euch meine Ideen. Vielleicht hat ja auch jemand von euch Lust, mal einen Artikel mit seinen Erfahrungen zum Selbernähen oder Anpassen in einer größeren Größe zu schreiben? Darüber würde ich mich sehr freuen, denn ich kann ja immer nur meinen eigenen Stil zeigen.

So schauen wir gemeinsam, wo die Reise hin geht… vielleicht wird es auch neue Schnittmuster von mir geben, oder Konzepte zu körpernäheren Schnitten oder Hosen? Vielleicht Kooperationen mit anderen Schnittmusterherstellern für große Größen? All dies mache ich von euren Wünschen abhängig. Es wird wieder ein richtig schönes gemeinsames Jahr mit euch!

Mein „kleines Schwarzes“

Jeder sollte ein kleines schwarzes Kleid für alle Gelegenheiten oder Outfits „für gut“ im Schrank haben. Macht Sinn… aber ich hatte es nie. Wenn irgendetwas anstand, vor einer Messe oder einem Anlass bin ich früher in die Stadt gelaufen und habe versucht, etwas schönes zu finden. Meist ohne Erfolg und nie habe ich ein Teil gefunden, in dem ich mich rundherum wohl fühlte.

Ein Blusenshirt für alle Fälle

Ich habe mir jetzt meine „Universalbluse“ genäht. Leger und bequem für alles Alltägliche, aber mit edler Kette, leicht schimmernder, anthrazitfarbener Hose und entsprechenden Schuhen sogar zu Festtagen passend. Ich muss nicht zuppeln, fühle mich wohl und eine gute Mahlzeit verzeiht dies Blusenshirt ebenfalls. Der weiche, gut fallende Modal mit „Pfirsichhaut“ hat einen edlen und lässigen Look.

Nun, zu unterschiedlichen Stoffqualitäten möchte ich demnächst eh ab und zu einen Artikel schreiben. Denn es gilt: Schnittmuster UND Stoff zusammen machen die Figur.

Ich wünsche dir Verständnis für deine Kurven. Du musst sie nicht alle schön finden, darfst auch mit der einen oder anderen mal hadern, aber das Verständnis ist die Bedingung für schöne selbstgenähte Kleidung, in der du dich wohl fühlst!