Gerne verwende ich ab und zu Fertigbündchen. Sie werden auch Cuffs genannt und geben einem unifarbenen Oberteil einen schönen Akzent. Egal ob im sportlichen Look oder sogar etwas edel mit glitzendem Lurex eingestrickt. Du hast sicher schon einige meiner Oberteile mit Ringelbündchen entdeckt, traust dich aber vielleicht noch nicht so recht an das Annähen. Das geht einigen Leserinnen so. Daher habe ich Sarah gebeten, uns eine kleine Anleitung zum Nähen von Fertigbündchen zu fotografieren.

Fertigbündchen und Puffs super und einfach annähen

Wenn ich kuschelige Sweatshirts und Hoodies für die kalte Jahreszeit nähe, verwende ich anstelle klassischer Bündchenware gerne Fertigbündchen. Es gibt sie in vielen Farben und Mustern, und sie lassen sich ganz einfach verarbeiten. Heute zeige ich dir, wie es am besten funktioniert.

Schneide dir ein Stück Bündchen in der benötigten Länge ab. 

Nicht alle Fertigbündchen sind gleich hoch. Beachte dies unbedingt beim Zuschnitt deines Kleidungsstücks, damit z.B. die Ärmel am Ende die richtige Länge haben. Auf Wunsch kannst du sie in der Breite kürzen. 

Versäubere die beiden kurzen Enden deines Bündchens einzeln mit einer Overlocknaht, oder einem Zickzackstich deiner normalen Nähmaschine. Schneide die überstehenden Fäden nicht ab.

Schließe das Bündchen nun mit dem Geradstich deiner Nähmaschine zum Ring und nähe dabei knapp neben der Versäuberungsnaht. Achte dabei gegebenenfalls auf das Muster, damit z.B. Streifen später genau aufeinander treffen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sich die Nahtzugaben schön flach aufklappen lassen.

Wenn du die Kanten des Bündchens mit der Overlock versäubert hast, ziehst du die Overlockraupen jetzt mithilfe einer stumpfen Sticknadel durch die Naht, damit später nichts aufgeht und keine losen Fäden aus deiner Kleidung hängen.

Führe dafür die Nadel an der Saumkante des Bündchens einige Zentimeter unter der Naht hindurch, fädele die Overlockraupe durch das Nadelöhr und ziehe die Fäden in die Naht ein.

 Das noch überstehende Fadenende kannst du nun einfach abschneiden.

Klappe nun die Nahtzugaben auseinander und fixiere sie oben am Saum mit einer kleinen Quernaht, damit sie schön flach liegen bleiben.

Wenn du dein Bündchen nun auf rechts wendest, sollte es von außen so aussehen.

Nun kannst du es wie jedes andere Bündchen an dein Kleidungsstück nähen. Achte für eine Flache Naht darauf, dass die Nahtzugaben beim Annähen weiterhin auseinander geklappt bleiben. Die noch überstehenden Fäden an der Unterkante des Bündchens werden nun automatisch fixiert, wenn du darüber nähst.

Fertig ist dein sauber angenähtes Fertigbündchen. Von innen schön flach…

… und von außen ist die Naht kaum zu sehen.

Es macht ein bisschen mehr Arbeit, als die Kanten des Bündchens einfach direkt aufeinander zu nähen, aber die Mühe lohnt sich, denn das flach genähte Bündchen trägt sich viel angenehmer.

 

Fertigbündchen gibt es in den schönsten Farbkombis, in unterschiedlichen Dicken und Längen. Du kannst sie mit Strickstoffen, kuscheligem Sweat, aber auch feineren Jerseys oder Blusenstoffen kombinieren.
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Hast du schon einmal Fertigbündchen verarbeitet? Nähst du generell Bündchen an deine Kleidung? Erzähle uns gerne in den Kommentaren von deinen Erfahrungen.